Bei der Tiefstollenanlage unter einer Stadt im Ruhrgebiet handelt es sich um eine Luftschutzanlage für die Zivilbevölkerung die ab 1943 um einen OP-Stollen erweitert werden sollte. Erste Entwürfe sahen Platz für 400 Betten und 500 Personen vor. 1944 war die Planung bereits auf die hälfte reduziert und der Vortrieb der Stollen nach alter Bergmannsart voll im Gange.

Man plante ca. 200 Betten, 80 Sitzpätze und rund 40 Betten für Ärzte und Krankenschwestern.

Der als OP-Raum angedachte Stollen wurde bis Kriegsende nur teilweise fertiggestellt und befinden sich daher noch im Rohbaustadium und haben in den Jahrzenten seit Ende des Krieges wunderbare Stalagmiten gebildet.

In den 60er Jahren wurde im vorderen ausgebauten Bereich eine Beschussanlage eingerichtet, in welcher Panzerstahlplatten mit Projektilen beschossen wurden.

Die Beschussanlage hatte eine Länge von ca. 100 Metern.