Das Abteufen der Schächte 1 / 2 begann im Jahre 1907. Da für das Bergwerk die Infrastruktur fehlte, wurden zeitgleich mehrere Strassen angelegt. Auch Wohnungen für die Arbeiter wurden gebaut. Hierfür wurde auf der Lintforter Heide mit dem Bau der ersten Zechensiedlungen, der Alt-Siedlung Friedrich Heinrich begonnen, die Grundlage für die spätere Stadt Kamp Lintfort wurde.

Zum 01. Juli 1912 wurde die Kohleförderung  aufgenommen. Schacht 1 diente als Förderschacht und Schacht 2 als Wetterschacht. Im selben Jahr wurde auch mit dem Bau einer Koksofenbatterie begonnen, welche 1913 in Betrieb ging. Im Jahre 1956 wurde das Fördergerüst an Schacht 1 durch eine Turmförderanlage ersetzt, die mit zwei Vierseil-Gefäßförderungen ausgestattet wurde.

Im Jahr 1978 wurde auf Grund von Kokskapazitätsanpassungen die Kokerei stillgelegt.

Im Jahr 1986 wurde die maximale Förderung des Bergwerks erzielt. In diesem Jahr wurde eine Förderung von 2.592.892 Tonnen Steinkohle erbracht, die Belegschaftsstärke lag bei 4071 Beschäftigten.

Das Bergwerk West entstand 2001 durch die Zusammenschließung der Bergwerke Friedrich Heinrich, Bergwerk Rheinland und Niederberg.

Die letzte Schicht erfolgte am 21. Dezember 2012; am 31. Dezember 2012 wurde das Bergwerk stillgelegt.

 

Alle Fotos stammen aus dem Jahr 2014. Zu diesem Zeitpunkt waren noch alle Betriebsteile der Schachtanlage 1/2 erhalten.

 

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt werden die Übertageanlagen abgebrochen.

Man kann davon ausgehen das die Schächte 1/2 erhalten bleiben werden und in das Landschaftsbild der Landesgartenschau 2020 integriert werden.